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Husumer Nachrichten vom 14. August 2007
von Willi-Peter Ström
Klavier-Raritäten für Piano-Freunde ein Top-Ereignis
In zwei Jahrzehnten hat Peter Froundjian 1 754 Klavier-Kleinode für seine Piano-Konzert-Reihe ausgegraben. Weitere lässt der Festival-Chef vom 17. bis 25. August folgen, wenn wieder weltbekannte Interpreten im Schloss vor Husum gastieren.
Zum 21. Mal ist das Husumer Schloss Treffpunkt für alle Liebhaber, die in der Klaviermusik mehr sehen, als die allseits bekannten Werke von Brahms oder Beethoven. Festival-Chef Peter Froundjian ist für seine „Raritäten der Klaviermusik“ wieder auf die Suche nach der „verlorenen Musik“ gegangen und hat zudem Pianisten von Weltrang gewonnen, vom 17. bis 25. August im Rittersaal wenig gespielte Stücke unbekannter – aber auch bekannter – Komponisten zu präsentieren.
Das Programm 2007 der Schloss-Raritäten, die international besser als „Piano-Festival Husum“ bekannt sind, verspricht nicht nur neue Begegnungen mit vergessenen Werken, sondern auch mit neuen Interpreten – mehr als die Hälfte sind Husum-Neulinge (inklusive Alex Hassan, der das Vorab-Sonderkonzert mit populärer Klaviermusik der 1920/30er- Jahre bestreitet).
Die „Raritäten der Klaviermusik“ sind zwar zeitgleich mit dem Schleswig-Holstein Musik-Festival ins Leben gerufen worden. „Der Zuspruch im eigenen Lande ist jedoch eher verhalten geblieben“, bedauern Kreispräsident Helmut Wree und der amtierende Landrat JörgF. von Sobbe. Der Kreis Nordfriesland ist Veranstalter dieses Festivals, das sich vor allem außerhalb der Region und ganz besonders im Ausland einen großen Freundeskreis erworben hat. „Die Piano-Liebhaber kommen aus den nordischen Staaten, aus Frankreich und anderen europäischen Ländern, aber auch aus den USA, sogar aus Japan“, weiß Ernst-Walter Schmidt von der Stiftung Nordfriesland zu berichten, die die Raritäten organisiert.
Die Freaks des Husumer Piano-Festivals sind bereit, ordentlich Geld für ihre Liebhaberei auf den Tisch zu legen. Fast alle haben ein Abonnement gezeichnet. Das kostet 280 Euro für die acht regulären Konzerte. Hinzu kommen Unterkunfts- und Verpflegungskosten sowie die Anreise.
Für die acht Einzel-Konzerte des Raritäten-Festivals gibt es nur noch ein paar Einzelkarten. Insgesamt können 140 Musik-Liebhaber das Spiel der Piano-Virtuosen im Rittersaal (und aus dem Nebenraum) verfolgen. 110 Abonnements sind schon seit geraumer Zeit gebucht. Bessere Chancen, etwas von der Konzert-Atmosphäre zu schnuppern, bietet die Auftaktveranstaltung am Freitag, 17. August (19.30 Uhr), mit Alex Hassan aus North Carolina. Der US-Amerikaner spielt und kommentiert nicht nur Klaviermusik der 1920/30er Jahre, er bestreitet auch eine Ausstellung im Foyer des Schlosses. Auch sie ist der Populär-Klavier-Musik dieser Zeit gewidmet, die es dem Spezialisten des Novelty-Pianos angetan hat.
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